| Basketball in Griechenland |
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Mit dem sensationellen Gewinn der Basketball-Europameisterschaft im Jahre 1987 brach in Griechenland eine wahre Basketball-Euphorie aus, deren Nachwirkungen bis heute spürbar sind. Seitdem konnten griechische Mannschaften eine Reihe von internationalen Erfolgen erringen, die Griechenland neben Russland, Serbien, Litauen und Italien in den Kreis der großen europäischen Basketballnationen aufsteigen ließen. Neben dem EM-Erfolg der griechischen Nationalmannschaft 1987 stechen dabei vor allem der EM-Sieg 2005 sowie die Silbermedaillen bei der Europameisterschaft 1989 sowie der Weltmeisterschaft 2006 hervor. Auf Vereinsebene konnten die griechischen Vereine, bei den diversen ausgetragenen Europapokal-Wettbewerben der FIBA sowie ULEB, bisher 13 Titel erringen. Neben Fußball gilt Basketball heute in Griechenland als beliebteste Sportart.
Im Basketball wird die griechische Meisterschaft der Männer in der sogenannten A1-Liga ermittelt welcher zu den spiel- und finanzstärksten Ligen Europas gehört. Diese Profiliga besteht aus zur Zeit 14 Mannschaften. Nach den aktuellen Regularien, steigen nach der regulären Saison die letzten zwei Mannschaften der Tabelle in die A2-Liga ab. Die ersten acht Mannschaften qualifizieren sich für die Play Offs. Nach bisher 67 ausgetragenen Meisterschaften, ist Panathinaikos Athen mit 28 Titeln Rekordmeister der Herren. Die an der Saison 2007/2008 teilnehmenden Vereine kommen zur Zeit aus Athen (AEK, Egaleo, Marousi, Panathinaikos, Panellinios, Panionios BC), Thessaloniki (Aris, PAOK), Patras (Olimpiada), Larisa (AE Larisa 1964 GS, Olympia), Piräus (Olympiakos), Rethymno (A.G.O. Rethymnou) und Rhodos (Kolossos Rhodos). In Griechenland haben auch einige deutsche Basketballer gespielt. Ex-Europameister Michael Koch hat sieben Jahre bei Panathinaikos, Marousi und Ionikos gespielt. Nationalspieler Patrick Femerling hat bei Olympiakos gespielt und wechselte 2004 nach einem kurzen Intermezzo beim FC Barcelona zu Panathinaikos. Weitere deutsche Spieler, die in Griechenland gespielt haben sind Stephen Arigbabu, Sascha Hupmann, Misan Nikagbatse, Ademola Okulaja, Marko Pesic sowie Christian Welp. Der aktuelle Trainer der deutschen Nationalmannschaft Dirk Bauermann trainierte zeitweise die Vereine Apollon Patras und Dafni Athen. Seit dem Gewinn der Europameisterschaft 1987 hat der griechische Basketball mittlerweile eine beträchtige Anzahl von Erfolgen vorzuweisen. Insbesondere im Jugendbereich ist es dem Basketballverband in Griechenland gelungen, immer wieder erfolgreiche Mannschaften zusammenzustellen und neue Spieler zu entdecken und zu fördern. Seit der ersten gewonnenen Europameisterschaft 1987, ist der griechische Basketball regelmäßig bei internationalen Großereignissen wie Europa- und Weltmeisterschaften sowie den Olympischen Spielen vertreten. Neben der Nationalmannschaft der Herren sind es vor allem die Nachwuchsteams die bisher bedeutende Erfolge verbuchen konnten. Der Nationalmannschaft von 1987 gehörten legendäre Spieler an wie z.B. Nikos Galis, Panagiotis Giannakis, Panagiotis Fasoulas und Theofanis Christodoulou. Nikos Galis führt die All-Time-Top-Scorer Liste aller Europameisterschaften mit durchschnittlich 37 Punkte pro Spiel uneinholbar an. Panagiotis Giannakis ist mittlerweile Nationaltrainer und hat die Griechen zum Gewinn der Europameisterschaft 2005 in Belgrad geführt. Im Endspiel bezwang die griechische Mannschaft die deutsche Nationalmannschaft mit 78:62 Punkten. Giannakis wurde damit der erste Akteur dem es gelungen ist sowohl als Spieler als auch als Trainer den EM-Titel zu gewinnen. Nachdem Griechenland zuvor im Jahr 2004 auch im Fußball die Europameisterschaft gewinnen konnte, stellte man gleichzeitig den Titelträger in den zwei bedeutendsten Ballsportarten. Dies ist zuvor nur der UdSSR zur Zeiten des kalten Krieges in den 1960ern gelungen. 2006 bei der Weltmeisterschaft in Japan erreichte Griechenland, nachdem man u.a. auch als einzige Mannschaft die Vereinigte Staaten bezwang, den zweiten Platz und sicherte sich somit die Silbermedaille. Zum ersten mal nahm die griechische Nationalmannschaft 1949 an einer Europameisterschaft teil und errang dort auf Anhieb den dritten Platz. In Folge nahm Griechenland bis 1985 nur unregelmäßig an den Endrunden teil und hatte keine besondern Erfolge vorzweisen. Seit dem ersten EM-Erfolg 1987 verpasste Griechenland bis heute keine Endrunde und landete dabei in der Regel immer auf den vorderen Rängen. Als amtierender Titelträger von 2005 ist Griechenland automatisch für die Europameisterschaft 2007 in Spanien qualifiziert. Bedeutende Erfolge im Nachwuchsbereich waren die Goldmedaillen bei den U20 sowie U16 Turnieren. Jüngster Erfolg einer Junioren-Mannschaft war die Silbermedaille bei der U18-EM in Spanien als die griechische Mannschaft rund um ihren Star-Spieler Kostas Koufos bis zum Finale ungeschlagen blieb, dort aber der Auswahl aus Serbien mit 89:92 unterlag.
Kader der Europameistermannschaft 1987Im Kader der Nationalmannschaft, die bei der Europameisterschaft 1987 in Griechenland die Goldmedaille gewann, waren folgenden Spieler:
(Verein: zum Zeitpunkt des EM – Gewinns) Head Coach: Konstantinos Politis
Kader der Europameistermannschaft 2005Im Kader der Nationalmannschaft, die bei der Europameisterschaft 2005 in Serbien-Montenegro die Goldmedaille gewann, waren folgenden Spieler:
(Verein: zum Zeitpunkt des EM – Gewinns) Head Coach: Panagiotis Giannakis, Marousi Athen An einer Weltmeisterschaft nahm die griechische Nationalmannschaft erstmals 1986 teil und erreichte dort den zehnten Platz. Seitdem verpasste Griechenland lediglich die Endrunde 2002 in den Vereinigten Staaten und schaffte dabei sich immer auf den vorderen Rängen zu platzieren. Während Griechenland 1994 und 1998 im eigenen Land zwar jedes mal den Sprung ins Halbfinale schaffte, verloren sie in Folge ihre Spiele und schlossen beide Turniere lediglich mit dem vierten Platz ab. 2006 bei der Weltmeisterschaft in Japan gewann Griechenland die Silbermedaille und setzte sich dabei auf dem Weg ins Finale unter anderem gegen die hoch favorisierte Auswahl der USA durch. Der bedeutende Erfolg im Nachwuchsbereich stellt die U19-Weltmeisterschaft von 1995 dar. Als Gastgebende Nation errang die griechische Mannschaft ungeschlagen die Goldmedaille und bezwang im Finale Australien deutlich mit 91-73. Die U-19 Mannschaft von 1995 bestand unter anderem aus dem späteren Nationalmannschafts-Kapitän Michalis Kakiouzis sowie Spielern wie Giorgos Kalaitzis, Dimitris Papanikolaou oder auch Efthimios Rentzias der als MVP des Turniers ausgezeichnet wurde.
Die Mittelmeerspiele konnte Griechenlnad bisher ein mal im Jahr 1979 gewinnen. 1991 erreichte die Auswahl Griechenlands als Gastgeber neben 2001 und 2005 die Silbermedaille.
Zu den größten sportlichen Erfolgen des gr. Basketballs gehören die Siege von Panathinaikos Athen (1996, 1998, 2002, 2007) und Olympiakos Piräus (1997) in den Endspielen des Europapokals der Landesmeister bzw der ULEB Euroleague. Insgesamt standen griechische Mannschaften 18 mal im Finale eines europäischen Wettbewerbs, von denen sie zwölf siegreich für sich entscheiden konnten.
Seit dem Gewinn der zweiten Europameisterschaft in Belgrad erlebt der griechische Basketball eine Renaissance. So stiegen erstmals nach Jahren der Stagnation in den griechischen Basketballhallen wieder die Zuschauerzahlen an. Ein Grund hierfür ist auch das ein großer Teil der siegreichen Nationalspieler in der eigenen Liga spielt.
Die Probleme welche sich im griechischen Basketball stellen sind zum einen die hohe Fluktuation an ausländischen Spielern die sich vor allem bei den kleineren Vereinen bemerkbar macht. Auf der anderen Seite klafft seit Jahren eine große Lücke zwischen dem finanzstarken Rekordmeister Panathinaikos und dem Rest der Liga. Diese Monotonie scheint sich jedoch abzuschwächen, zumal Erzrivale Olympiakos nach Jahren der Mittelmäßigkeit im Sommer 2006 kräftig in ein junges, vielversprechendes Team investierte. Da auch mit Aris ein weiterer Traditionsverein in die Erfolgsspur zurückzufinden scheint, hat die allgemeine Aufbruchstimmung eine breitere Basis die nicht nur durch die Athener Vereine getragen wird.
(Quelle: Wikipedia) |
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