HELL-BOYS rising! U14-1 überwindet 19-Punkte Defizit!

 

Autor: Sidney d‘Almeida

Die U14-1 hat einen neuen Spitznamen! Aus den Bezirksoberligisten werden die Hellenen Boys, abgekürzt Hell-Boys (sorry Xenia). Diesen kreativen Namen haben sie sich vor dem Spiel gegen Landshut zugelegt und der sollte ihnen Selbstvertrauen für ein Spiel geben, welches  von der Uhrzeit und der Entfernung her, eines der undankbarsten war.

In der Tat trafen unsere Hellenen um 09:00 Uhr in der Halle ein, um eines der frühesten Spiele ihrer Saison zu bestreiten. Schon beim Aufwärmen merkte Coach Sid die Lethargie in den Köpfen seiner Jungs. Die Übungen wurden zwar gemacht, aber jeder war mit dem Kopf wo anders, nicht fokussiert, einfache Fehler passierten schon bei den simpelsten Übungen. Dann war es soweit. Mika, Charles, Henrie, Daniel und Marvin in die Starting Five, gegen das Team von Landshut, das einen großen und starken Spieler in Deniz Yilmaz stellte. Die Müdigkeit war in den ersten 10 Minuten sichtbar. Einfache Abspielfehler führten ungehindert zu Punkten der Hausherren, die konsequent die anfangs schwache Verteidigung der Hellenen auseinander nahmen. Da konnte weder das frühe Timeout vom Coach in der 5. Minute (Stand 6:2) noch die komplette Auswechslung der Mannschaft noch im ersten Viertel helfen. Zudem waren mal wieder die Freiwürfe ein Problem. Nachdem man nur 11 von 38 Versuchen gegen Bayern versenken konnte, waren es in diesem Viertel wieder nur 0 von 4. Die Konsequenz dieses desolaten Viertels war ein 23:6 Rückstand nach 10 Minuten.

Doch die Gäste gaben sich nicht auf. Eindringliche, ruhige Worte des Coaches und das Team war wieder da. Man wechselte von Halbfeld- auf Fullcourtverteidigung. Darauf war Landshut nicht gefasst. Sie erzielten zwar die ersten zwei Punkte des Viertels für den größten Vorsprung des Spiels (25:6) aber verloren nach dem ersten gelungenen Hellenenangriff des gesamten Spiels dann einfache Bälle beim Einwurf. Und den Hellboys gefiel was sie sahen. Das Selbstbewusstsein war da, die Defense wurde auf einmal viel stärker, Landshut konnte teilweise den Ball nicht mal einwerfen. Zweimal vergingen die fünf Sekunden zum Einwerfen. Unsere Bezirksoberligisten nutzten diese Fahrlässigkeit aus und es gelang ein 13:0-Lauf, bei dem Henrie mit seinem Dreipunktwurf die anwesenden Gästefans in Ekstase schoss. Danach erholten sich die Landshuter wieder und konnten sich erneut mit 10 Punkten absetzen, ehe Xaver und Marvin mit drei schnellen, gut herausgespielten Körben das Viertel beendeten. Hier verletzte sich leider der Florian als er einen Schlag auf dem Kopf bekam, sodass er nicht mehr weiterspielen konnte. Aus dem 17 Punkte-Rückstand nach zehn Minuten, wurde ein Fünf-Punkte-Defizit (35:30).

Aus dem Schwung des zweiten Viertels heraus begann die Mannschaft konsequent mit der Fullcourtverteidigung. Ein schönes Give-and-Go führte zu den ersten Hellenenpunkten im dritten Viertel. In dieser Phase war Henrie im Eins-gegen-Eins nicht zu stoppen und erzielte acht Zähler hintereinander, natürlich brillant von Yanick, Marvin und David in Szene gesetzt. Nach 23 gespielten Minuten führten die Hellenen endlich mit einem Punkt. In den 13 Minuten gelang ein beeindruckender 32:12 Lauf. Ab dem Moment war das Spiel wieder ausgeglichen. Die Gastgeber fanden ein potentes Mittel gegen die Presse und konnten mit ihrem Größenvorteil häufig zweite und dritte Chancen erspielen. Vor allem Yilmaz war immer wieder körperlich dabei. Die Blockstellung des Gegners war effektiv gegen nicht kommunizierende Hellenen. Doch die ließen sich nicht klein kriegen. David H., Mika und Daniel schlossen das Viertel stark ab. Defensiv konnten David F. und Xenia überzeugen. Nach 30 Minuten stand es 47:49 – Hellenen in Führung.

Das vierte Viertel wurde wieder spannend, dennoch merkte man den Gastgebern langsam die Müdigkeit an. Dadurch dass bei den Hellenen munter gewechselt wurde hatte man mehr Reserven und konnte jede Offensivaktion mit eigenen Attacken kontern. So blieb das Spiel ausgeglichen, die Freiwürfe wurden wieder nicht getroffen (am Ende 4 von 24) und bis zur 36. Minute wechselte die Führung drei Mal (61:59). Dann kam die sogenannte „Crunch Time“. Die letzten zwei Minuten, die Henrie erneut mit einem Dreipunktwurf begann, waren ausschlaggebend für den Erfolg. Selber ließ man hinten nichts mehr zu und vorne konnte man Freiwürfe bekommen und Mika machte den Sack, mit seinem Layup zum 61:64, zu. Leider wurde keiner der vier Freiwürfe am Ende verwandelt, sodass bis zuletzt gezittert werden musste. Effektives Doppeln durch David und Mika ließen die Landshuter verzweifeln und mit sechs Sekunden gelang noch ein letzter Steal. Ball bei den Hellenen! Game over!

Sieg Hell-Boys: 61:64. Was für ein Krimi! Zweiter Saisonsieg!

Scorer: Henrie 23, Charles 14, David H. 12, Mika 6, Marvin 4, Daniel 3, Xaver 2, Florian, David F, Xenia, Yanick (alle ohne Punkt)