HellBoys siegreich gegen favorisierte Jahnlerinnen

 

Autor: Sidney d'Almeida

Im ersten Spiel nach den Faschingsferien präsentierten sich unsere Bezirksoberligisten (Platz 5) beim Spiel bei den favorisierten jungen Damen des FV Jahn München (Platz 3) in guter Form. Unter der Woche gab es für sechs anwesende Spieler ein Test gegen die Damen 2, die sie optimal auf die Körperlichkeit der Jahnlerinnen vorbereitete. Fairnesshalber muss man auch sagen, dass die Heimmannschaft mit drei Spielen in zwei Tagen auch körperlich an ihre Grenzen gekommen war.

Das erste Viertel gestalteten unsere Jungs stark und konnten durch einen wichtigen erfolgreichen Dreier von Paul und sehr guten Defensivaktionen von David H., Mika und Noah, sowie schönen Drives durch Marvin und Henrie mit 14:17 in Front gehen. Auch die Bank agierte stark. Im zweiten Viertel kam mit Flo ein Shooter auf das Feld, der prompt seinen ersten Wurf vom "Elbow" traf. Die Ballverluste der Jahnlerinnen nutzten unsere Jungs weiter aus, Charles streute noch einen weiteren Dreier ein und die Führung wuchs zwischenzeitlich auf zehn Punkte an. Der wiedererstarkte Xaver und auch David F., der sich seit dem Anfang der Saison sehr gut entwickelt hat lieferten in Kurzeinsätzen auch sehr solide Leistungen ab. Beide fielen vor allem mit ihrer positiven Energie und Laufbereitschaft auf. Auch wenn ab und an die Ruhe fehlte und viele hektische Würfe genommen wurden konnten unsere HellBoys mit einer 29:36 Führung die erste Halbzeit beenden. Die ersten Minuten des dritten Viertels gingen zu Gunsten der Mädels von Jahn aus, die schnell vier Punkte hintereinander machten und das Spiel wieder spannend machten. Doch hier besann man sich an das, was die Gastcoaches Dimi und Ioannis im Bezug auf Helpside-Defense beigebracht hatten. Bei eigenem Korberfolg schafften es Henrie und Paul mehrmals die Einwürfe der Gegner schon im Ansatz zu klauen. Generell war die defensive Intensität bei den HellBoys an dem Tag sehr zufriedenstellend für die Coaches Sidney und Sunny.

Nach seiner langen Knieverletzung machte auch Yanick sein erstes Spiel seit langem und wurde in den letzten Minuten des dritten Viertels eingewechselt. Doch hier steigerten die Mädels ihre Intensität und konnten eine 12-Punkte Führung in weniger als einer Minute auf sechs schrumpfen lassen. Anfang des vierten Viertels wurde dieser Rückstand auf drei Punkte verringert, sodass Coach Sidney sein erstes Timeout im zweiten Viertel verbrannte und seine komplette Fünf auswechseln musste. Auf dem Feld änderte das die Dynamik und die Defense wurde wieder besser. Das vierte Viertel war geprägt von der Müdigkeit beider Mannschaften, die zumeist mit Einzelaktionen für die Entscheidung sorgen wollten, was Mika auf Hellenenseite im „Post“ gelang. In der 34. Minute war dann ein schöner Spin Move von Daniel verantwortlich für die ersten Hellenenpunkte. Beide Mannschaften tauschten dann getroffene Feldwürfe aus. Mit dem 5. Foul der besten Jahnler Spielerin gab es eine Wendung in der Partie. Mika und Charles schafften es mit ihrer Länge innerhalb von 30 Sekunden zwei Steals zu holen, verfehlten aber anschließend die freien Korbleger. Auf der anderen Seite wurden Freiwürfe verfehlt und das Spiel plätscherte hin und her, intensiv, aber ohne Ertrag.

Nach einem getroffenen Freiwurf von David H. war man mit 33,9 Sekunden mit drei Punkten vorne. Dann wurde Henrie gefoult, was in einen Einwurf an der Seite mit 14 Sekunden Restspielzeit resultierte. Coach Sid nahm sein zweites Timeout der Halbzeit und orderte seine Spieler an sich foulen zu lassen. Es wurden die besten Freiwurfschützen eingewechselt. Nach einem Off-Ball Screen von Xaver gelang Henrie an den Ball, wurde gedoppelt aber nicht gefoult, spielte den Ball an Noah weiter, der beim Close-Out den Ball an Marvin weitergab. So ließen sie die Gegnerinnen laufen, die aber nicht foulten. Als Henrie mit drei Sekunden noch an den Ball kam zog er zum Korb, nahm einen Floater vom rechten Zonenrand, der auf dem Ring tanzte und mit der Sirene reinfiel. Endstand: 59:64 - der bisher schönste Sieg unserer U14-1.

Für die Tabelle ist das zwar nicht mehr wichtig, doch das Hinspiel in der Hinrunde verlor man mit vier Punkten (43:47). Der Buzzer-Beater bedeutet daher den Sieg im direkten Vergleich, auch wenn es in der Tabelle keinen Unterschied machen wird: drei Spiele vor dem Ende können unsere HellBoys nicht tiefer als Platz 5 rutschen. Keine schlechte Leistung für die erste U14-BOL-Saison der Hellenengeschichte.

Ein großes Lob aber gebührt auch der kämpferischen Leistung der Mannschaft des FV Jahn München, die diese Energieleistung trotz der Dreifachbelastung brachte.

One Team, Hellenen Go!