U16-3 holt Sieg nach 23-Punkte Rückstand


Autor: Sidney d'Almeida

Was für ein Spiel unserer Nymphenburger Magics (U16-3) in der vierten Partie der jungen Kreisligasaison! Das Auswärtsspiel beim TSV Ottobrunn, Kreisklassemeister vom letzten Jahr in der U16, werden sie so schnell nicht vergessen.

Dabei ging es sehr verhalten los. Vor dem Spiel waren nur sechs Spieler anwesend. Fünfzehn Minuten vor Tip-Off war die Mannschaft zu siebt dann komplett. Im ersten Durchgang fanden unsere Jungs nicht in ihre Offense und nahmen viele überhastete Distanzwürfe. In der Defense wurden viele Touchingfouls gepfiffen, was dazu führte, dass sich viele nicht mehr trauten richtig zu verteidigen. In der Folge zogen mutige Ottobrunner vermehrt zum Korb, nutzten die Vorteile der Heimhalle aus und nach zehn Minuten stand es 9:18 aus Hellenensicht.

Auch das zweite Viertel war ähnlich. In der Offense fand man die richtigen Männer nicht, in der Defense verlor man die Gegenspieler aus den Augen, die Abschlüsse wurden allerdings besser und einige Fouls wurden auch gezogen. Zur Halbzeit waren die Gastgeber trotzdem 16 Mal an die Linie gegangen, die Gäste nur vier Mal. Stand nach 20 gespielten Minuten: 41:28 für Ottobrunn.

Die Magics gaben sich aber nicht geschlagen. Mit Wut im Bauch und einem erneuten Siegeswillen sollte das dritte Viertel gewonnen werden. Dies gelang nicht ganz. Ottobrunn fand viel besser ins Spiel und dominierte die ersten vier Minuten sowohl offensiv als auch defensiv. Ein 14:4 Run der Gastgeber ließ den Vorsprung in der 25. Minute auf 55:32 anwachsen. Trotz sieben Mann und 23 Punkten Rückstand glaubten sowohl das Team, als auch Coach Sidney, der für Headcoach Christos eingesprungen war, dass noch was zu holen war. Nachdem im Fastbreak wieder zwei Abschlüsse der Magics daneben gingen, nahm Coach Buchberger von Ottobrunn ein weiteres Timeout.

Nach dieser Auszeit sollte sich das Spiel ändern. Man merkte dem Team an, dass alles noch drin war und auch die Bankspieler feuerten fleißig die Spieler auf dem Parkett an. Dann kam das Comeback. Die Defense wurde stärker, Ottobrunn versuchte es mit Einzelaktionen und scheiterte an der gut stehenden Hellenendefensive. Auf der anderen Seite führten einfache Fastbreaks schnell zum Erfolg. Nach 30 Minuten waren es nur noch 14 Punkte Rückstand (60:46).

In den ersten beiden Minuten des letzten Durchgangs machten beide Teams jeweils zwei Körbe, ehe dann auf Hellenenseite Fouls zu vier (verfehlten) Freiwürfen führten. Nach dem letzten Freiwurf nahmen die Ottobrunner ein erneutes Timeout um sich zu sortieren. Doch die hungrigen Hellenen ließen den Spielaufbau nicht zu, waren trotz Müdigkeit fix mit den Händen und blockten ein ums andere Mal den Ball auf spektakuläre Art und Weise. Die Gäste legten in vier Minuten einen 8:0 Lauf hin und in der 36. Spielminute nahm Coach Sid ein Timeout zur Verschnaufpause für seine Jungs. Stand zu dem Zeitpunkt: 66:58 Ottobrunn.

Nach einem schnellen Ballgewinn durch die Magics wurde der Ball schön durchgesteckt bis zum offenen Dreier. Das Momentum war endgültig auf Seiten der Hellenen die, vom Adrenalin getragen, einen weiteren erfolgreichen Fastbreak liefen und in der 37. Minute durch einen weiteren Dreier erstmals mit 66:67 die Führung übernahmen. Scheinbar geschockt von diesen überfallartigen Angriffen ließen die Ottobrunner nach und konnten nicht mehr dagegenhalten. Die Hellenen ließen die Zeit von der Uhr laufen, schlossen ihre letzten Angriffe mit unter 10 Sekunden auf der Shotclock gekonnt ab und holten das vierte Viertel spektakulär mit 8:29.

Das war ein Sieg (68:75) mit Symbolcharakter für diese Mannschaft. Im Basketball ist alles möglich wenn man bis zum Schluss kämpft! Was für eine Energieleistung mit nur sieben Akteuren!

ONE TEAM, HELLENEN GO!