U16-1 beendet die Saison siegreich


Autor: Sidney d'Almeida

Es war keine einfache, aber eine lehrreiche Saison für unsere U16-1 Bezirksoberligisten. Diese Spielzeit ging nun mit der letzten Partie gegen den TSV Jahn Freising zu Ende. 18 Spiele, sechs Siege, zwölf Niederlagen. Am Anfang der Saison wurde ein ähnliches Abschneiden prognostiziert. Die Coaches hatten sich nach der erfolgreichen Bezirksligaqualifikation und dem "Aufstieg" in Oberbayerns höchste Liga trotz allem auf die Herausforderung gefreut.

Lernkurve am Tabellenende

Am Ende wurde es Platz sieben von zehn. Die Top 6 Teams waren zu stark und sehr ausgeglichen. Der sechste Platz beendet die Saison mit elf Siegen und sieben Niederlagen. Einige unserer Hellenenspiele jedoch waren knapper, als man es zunächst vermutet hätte. Nimmt man drei der ersten vier Begegnungen hatte man immer eine Führung in der letzten Minute, nach teilweise wilden Aufholjagden gegen körperlich überlegene Gegner. Das erste Spiel der Saison gegen Landshut wurde nach 21 Punkten Rückstand im ersten Viertel aufgeholt - und dann doch mit zwei Zählern verloren. Zwei Partien später war es gegen Rosenheim genauso. In den letzten zwei Minuten versagten die Nerven und man verlor mit fünf Punkten. Bei Jahn München war es sogar noch tragischer. Man hatte sogar mit 18 Sekunden auf der Uhr bei eigenem Ballbesitz und zwei Punkten Vorsprung alle Chancen. Die vergab man jedoch. Coachingfehler hier, Nervosität da. Doch die Lernkurve war hoch.

Statt eines Sieges stand man mit vier Niederlagen am Tabellenende. Die Stimmung im Team war gemischt. Einige dachten die Hellboys würden in der falschen Liga antreten. Coach Sidney versuchte weiter die Moral hochzuhalten, veränderte seine Trainingseinheiten nach einem Modell, dass er mit Herren 1 Coach Chris im August ausgeabeitet hatte. An der Umsetzung jedoch fehlte es in den kommenden Begegnungen gegen Haar und bei DJK München. Es hatte auch etwas mit der Angst vor dem Gegner zu tun. Diese waren meist größer, robuster, älter. Sich dagegen zu stellen war auch Kopfsache und die Zurückhaltung konnte man verstehen.

Mit sechs Niederlagen am Stück kamen nun die Bayern in den Hellenen Dome. Es wurde die erwartete Klatsche. Die Hellenen werden meistens über ihren Kampfgeist ausgezeichnet und die Fähigkeit sich zurück in Spiele zu kämpfen. Das klappte aber in keinster Weise und mit dem fehlendem "Hellenenherz" kam man unter die Räder. Dann aber fiel bei der Auswertung auf, dass ein Bayernakteur nicht spielberechtigt war. Dies führte dann im siebten Spiel doch noch zum ersten Sieg - am grünen Tisch. Zwar war es eine Wertung, aber an diesem 25. November wurde nach zwei Monaten der Erfolg eingetütet. Verständlicherweise war nicht wirklich viel Freude bei den U16-Hellboys zu sehen. Die Partie hatte man schließlich mit 107:36 verloren.

Not 1, not 2, not 3...

Daraufhin trat man im Heimspiel gegen MTV München an. Die Mannschaft kannte man noch aus der Kreisliga, in der man vor zwei Jahren um den ersten Platz spielte. Damals gingen die Partien mit 76:57 an die Hellenen und mit 85:81 an MTV. Dieses Match war in der ersten Halbzeit wenig ereignisreich und beide Farben spielten auf Augenhöhe. Es gab auf beiden Seiten viele technische Fehler. Zur Halbzeit führten die Gäste mit 39:37. Dann kam die Kabinenansprache und einer der Spieler sagte anschließend, kurz bevor das Team zurück auf das Court ging: "Das Ding holen wir." Da war es doch, das Hellenenherz. Das dritte Viertel wurde das bis dato beste Defensivviertel der bisherigen Saison und aus einem zwei Punkte Rückstand wurde eine 64:47 Führung nach 30 Minuten. Auch wenn es am Ende wieder knapp wurde holten die Hellboys ihren ersten sportlichen Sieg mit 87:74. Aus dem Schwung dieses Spiels ging es nach Freising, wo man nun das erste Viertel dominierte und nach 10 Minuten mit 30:9 führte. Sieg Nummer drei in Folge wurde mit 82:55 eingetütet. Die Jungs hatten wieder Spaß, hatten einen Lauf und das Wichtigste war, sie glaubten wieder an sich. Die Hinrunde war zwar durch, doch das erste Rückrundenspiel fand gleich eine Woche später, am 17. Dezember in Roseneheim statt. Nach fünf Minuten lagen unsere Bezirksoberligisten mit 11 Punkten zurück. Nachdem sie dann doch aufwachten, machten die Hellboys ernst. Noch im selben Viertel wurde ein Gleichstand rausgespielt, zur Pause war es eine fünf Punkte Führung. Dieser Vorsprung wurde nach jedem Viertel verdoppelt. Endstand: 77:57. Sieg Nummer vier - Selbstvertrauen auf dem Siedepunkt. Dann wurde Bowling gespielt und der Rhythmus wurde durch die dreiwöchige Weihnachtspause unterbrochen.

Back to Square 1

Ein Coach merkt es seinen Spielern an, wenn die Konzentration nicht da ist, wenn der unbedingte Siegeswille nicht vorhanden ist, oder wenn der Rhythmus fehlt um als Einheit zu agieren. So geschehen beim Auswärtsauftritt in Landshut. Die Hellenen waren nicht wachzukriegen. Landshut hatte nur einen Spieler, der unbedingt gewinnen wollte und unsere U16 im Alleingang auseinandernahm. Seine 39 Punkte führten zur 17-Punkte Niederlage. Alles wieder auf Anfang. Mit einem Sieg hätte man eine super Rückrunde einläuten können. Es kam anders. Im nächsten Spiel gegen Jahn München trat man viel besser auf, doch es reichte nicht. Wieder ging man mit 18 Punkten Unterschied baden. Dann folgte die schlechteste Darbietung des Jahres beim TSV Haar. Lustlos bis uninteressiert agierten die Hellenen. Haar war die bessere Mannschaft, doch die Hellenen machten an dem Tag nichts, was sie als Bezirksoberligamannschaft charakterisieren würde. 15 Punkte scorte man bis zur Halbzeit und nur durch das Rotieren von Haar erzielte man am Ende 41 Punkte bei der 95:41 Niederlage. Einziger Lichtblick: es konnte kaum noch schlimmer kommen.

Als nächstes empfing man Schwabing, am Höhepunkt der Grippewelle. Nur sechs Stammspieler waren in der Mannschaft, aufgefüllt wurde mit Hellenen aus der zweiten Mannschaft und aus der U14. Dafür schlugen sie sich beachtlich, bis die Gäste in den letzten beiden Vierteln das Tempo anzogen. Gegen DJK München kamen wieder die altbekannten Symptome der Lustlosigkeit zum Vorschein und man holte sich eine verdiente Niederlage ab. Nach dem Spiel rief der Coach zu Einzelgesprächen auf und konnte zumindest die Motivation wieder hochbekommen. Als nächstes ging es nämlich zum neuen Bayerncampus. Aus diversen Gründen konnten auch hier nur acht Spieler antreten. Gegen den späteren Meister der BOL aber kamen die "guten" Hellenen zum Vorschein. Der Auftritt unserer Jungs war angesichts des Gegners, der eigenen Körperlichkeit und der Anzahl fehlender Spieler sehr hoch zu bewerten. Sie hatten nichts zu verlieren, keinen Druck und spielten über weite Strecken hervorragend zusammen. Trotz einer am Ende verdienten 95:63 Niederlage war es ein Unterschied wie Tag und Nacht zu den Auftritten zuvor.

Race to the finish

Trotzdem waren es nun wieder sechs Pleiten am Stück. In den letzten beiden Partien wollte man wieder auf Sieg gehen. Beim MTV München hatte man einen super Start, um dann doch das Spiel extrem eng zu gestalten. Gegen eine in der Spitze gleichwertigen Gegner nutzten die Hellenen in den letzten zwei Minuten bei einem Punkt Vorsprung das, was sie am Anfang der Saison vermasselt hatten. Diesmal hatte sich die Coaches Sidney und Sunny ihre drei Timeouts für das Ende des Spiels aufgehoben, konnten so ihr Team nochmal auf die wichtigen Ballbesitzvorträge vorbereiten. So scorten sie nach der entscheidenden Auszeit und erhöhten mit 30 Sekunden auf der Uhr auf drei Punkte, ehe dann der nächste MTV Angriff daneben ging, unsere Hellboys den Rebound sicherten und durch einen getroffenen Freiwurf mit 2,8 Sekunden Restzeit die Partie mit 76:72 entschieden wurde. Durch die Niederlage Rosenheims gegen DJK München und den gewonnenen direkten Vergleich war Platz 7 nun sicher. Entspannt ging es zur letzten Heimpartie des Jahres daheim gegen Freising, wo unsere Jungs es am Anfang schwer hatten, mit fortlaufender Spielzeit aber die Lücken fanden. In den ersten Minuten des zweiten Durchgangs konnte man durch schöne Ballstaffetten die Verteidigung auseinanderziehen und am Ende mit 86:48 gewinnen.

Die Saison ist vorbei. Die Offseason beginnt. Interne Ziele wurden schon ausgesprochen.

Zeit für Spieler und Coaches sich etwas auszuruhen, bevor es mit dem intensiven Training weitergeht.

ONE TEAM, HELLENEN GO!