Damen 1 beendet Saison in der Bayernliga auf Platz 8


Autor: Sidney d'Almeida | Georgia Volla

Unsere Damen 1 ist mit einem komplett runderneuertem Team in die vierte Bayernligasaison gestartet. Nach den Abgängen vieler Leistungsträgerinen verstärkten sie sich punktuell und andere mussten in die Fußstapfen von Sara Sanchez-Verdugo und Co. treten. Das das nicht einfach werden würde wusste Coach Georgia, die in ihrem jetzt jüngeren Team viel Potenzial sieht:

"Die Saison der Damen 1 kann mit dem Wort "Experiment" am besten beschrieben werden. Mit nur der Hälfte der Spielerinnen aus der Vorsaison und den Abgängen von drei Topscorern, sowie zwei wichtigen Rollenspielern sah es anfangs nicht so gut aus. Ein Team, welches drei Jahre eingespielt und auch noch so gut befreundet ist zu verlieren ist immer schwer. Eine Damen 1 der Hellenen ist geprägt von beeindruckenden Persönlichkeiten und innerhalb einer unglaublichen Atmosphäre. Im Juli hatte das Team nur sechs Spielerinnen. Die Frage war nun wieviele neue dazukommen würden und wie man die Teamchemie zwischen den "alten" und "neuen" Spielerinnen im Einklang bringt. Es hat aber sehr gut funktioniert! Mit den Neuzugängen Clara, Johanna, Natalie, Julia, Ivonne, Dimitra und Eva haben wir eine gute Mischung aus Charakteren und Basketballerinnen bekommen. Nicht zu vergessen ist auch Aliza, die uns auch geholfen hat, auch wenn sie die Saison nicht zu Ende gespielt hat." so der Headcoach der Damen.

Die erste Partie der Saison gegen den MTSV Schwabing, Meister der Vorsaison, versprach vieles. Die Truppe schlug sich weitesgehend gut und verlor am Ende mit respektablen 13 Punkten. Gegen den TSV Schwaben Augsburg am zweiten Spieltag gelang der erste Sieg im Hellenen Dome. Der Aufsteiger verlor deutlich gegen unsere Bayernligistinnen. Die Partie des dritten Spieltags gegen den TS Jahn München 3 galt da schon eher als Standortbestimmung. Über weite Strecken war es eine ausgeglichene low-scoring Begegnung, die erst in den letzten Sekunden zugusten der Jahnlerinnen entschieden wurde (36:34). In der Folge gab es weitere Niederlagen, doch vor allem defensiv konnte Georgias Team die Gegner meistens unter ihrem Saisonschnitt halten. Die offensive Durchschlagskraft fehlte zumeist was die Statistik zeigte: unter den Top 30 Schützen der Liga gab es nur eine Hellenenspielerin am Ende der Saison.

Doch das Team kämpfte und lernte weiter, trotz einer knappen Niederlage bei München Ost und einer trotz sehr guter erster Hälfte, 20-Punkte Niederlage gegen Rott am Inn. Das Hellenenherz bewiesen sie auch beim Comeback gegen den späteren Meister TV Augsburg bei einer knappen Acht-Punkte Niederlage. Bitter wurde es am achten Spieltag bei der Partie gegen MTV München. Unsere D1 verlor das Spiel mit dem Buzzer, nach fragwürdigen Schiedsrichterpfiffen während des gesamten Spiels. Beim Prestigeduell gegen den FC Bayern lieferten sie ebenfalls eine couragierte Leistung, konnten den Sack aber nicht zumachen bei der 59:60 Heimpleite.

Die Rückrunde verlief ähnlich. Es gelang nur ein weiterer Sieg gegen Schwaben Augsburg. Die weiteren Spiele wurden (bis auf Rott am Inn) deutlich verloren. Die Saison beendete das Team nun auf dem achten Platz mit zwei Siegen und 14 Niederlagen. Doch es gibt auch Grund zum Optimismus für den Coach:

"Auch wenn wir nur zwei Spiele gewonnen haben diese Saison und viele Spielerinnen mit wenig Erfahrung gehabt haben, konnten wir dem auf dem Grund gehen was schief gelaufen ist. So werden wir uns dann besser auf die nächste Saison vorbereiten können. Wir haben Spiele knapp mit eins, zwei Punkten verloren, andere gegen den Tabellenführer mit fünf bis acht Zählern Unterschied. Die Mädels haben bewiesen, dass sie sehr hart arbeiten können um zum Erfolg zu kommen."

Dann sagt sie auch: "Ein großes Dankeschön an Steffi, Christina, Cash, Rabia, Sandy, Jasmin, die geblieben sind und die Mannschaft von Anfang an unterstützt haben. Wir haben auch etwas Glück gehabt, dass wir mit Iva Saric, einer sehr guten jungen Spielerin aus Kroatien, die lange verletzt war, eine besondere Basketballerin bekommen haben, die in der nächsten Saison ihr Potenzial wieder voll ausschöpfen will. Was sicher ist, ist dass wir weiterhin sehr hart arbeiten werden."

One Team, Hellenen GO!