U12w mit ganz starker BOL-Saison


Autor: Sidney d'Almeida

Als Coach Sandy Lorenz vor gerade mal drei Jahren beschloss Basketball bei den Hellenen auch für Mädchen zu ermöglichen war sie sich bestimmt nicht bewusst, dass sie so rasante Verbesserungen sehen würde. Der Andrang an basketballbegeisterten Mädels war schnell da, teils weil sie ihren großen Brüdern beim Verein zusahen, teils weil der Sport auch einfach Spaß macht. So kamen viele kleine Mädchen in die Tryouts und aus diesen talentierten Hellgirls ist jetzt eine U12 weiblich geworden, die dieses Jahr in der Bezirksoberliga, der höchsten Liga Bayerns einen erstaunlichen zweiten Platz holen konnte, hinter Serienmeister und Bundesliga Standort TSV Wasserburg und noch vor Mannschaften wie FV Jahn München und DJK Rosenheim. Gecoacht wurden unsere U12-BOL von Coach Sandy und Assistentin Rabia.

Nach 14 Spieltagen steht die Bilanz bei elf Siegen und drei Niederlagen. Zu Beginn der Saison kam es im Hellenen Dome zum Topduell gegen Rosenheim - eine Standortbestimmung für dieses Team und ein Test um zu sehen ob man wirklich in diese Liga gehörte. In einem sehr spannenden und intensiven Spiel holte sich unsere U12w den knappen 51:49 Sieg. Das war die Weichenstellung für die weitere Saison. Es folgte ein deutlicher Sieg beim TSV Jahn Freising, ehe dann am dritten Spieltag die knappste aller Niederlagen zustande kam. Mit 51:52 verlor man damals gegen den FV Jahn München. Spätestens da wusste man, dass man mit den Top Teams in der Liga auf Augenhöhe war. Am fünften Spieltag trat man dann gegen die unbesiegten Wasserburgerinnen an. Man hielt drei Viertel lang gut mit, konnte sich gegen die Angriffe der Gäste wehren. Im letzten Viertel ging unseren Mädels die Puste aus und das Spiel ging mit 33:51 an die Tabellenführer. In der Folge zeigten unsere Bezirksoberligistinnen Woche für Woche Verbesserungen, waren vor allem beim Schnellangriff effizienter als ihre Gegnerinnen, defensiv bissiger und gewannen in der Folge ihre Partien gegen Staffelsee, Freising, Bad Aibling und München Ost mit über 20 Punkten Unterschied.

Hervorzuheben ist aber auch der Kampfgeist, die die Coaches Sandy und Rabia den Mädels mitgaben. Vor allem in knappen Spielen merkte man wie geschlossen und aufmerksam das gesamte Team agierte und den Siegeswillen, den sie ausstrahlten.

Beim Rückspiel gegen den ESV Staffelsee war dieser Kampfgeist nochmal gefragt. Es wurde nochmal knapp, man setzte sich mit fünf Punkten durch. Somit spielte man am 23. März effektiv um den zweiten Platz in der Liga, gegen den Tabellendritten DJK SB Rosenheim. Unsere Hellgirls legten los wie die Feuerwehr und waren in der ersten Halbzeit das eindeutig zielstrebigere Team. Nach 30 Minuten stand es 52:41 aus Hellenensicht. Im letzten Viertel flatterten die Nerven etwas und Rosenheim kam immer näher, konnte aber den entscheidenden Vorstoß nicht machen. Unsere Mädels besiegten die Rosenheimerinnen mit 60:56 und sicherten sich Platz zwei in der Liga. Nach einem weiteren eindeutigen Erfolg gegen den TSV Jahn Freising kam es dann am letzten Spieltag zum Topduell in der U12w BOL.

Am 7. April fand die Begegnung des Tabellenführers TSV Wasserburg gegen unsere Hellenen statt. Das Spiel war auf vielen Ebenen hochklassig und hatte sehr viel zu bieten. Leider jedoch war das zweite Viertel ein Problem auf Hellenenseite. Dieses verloren sie mit 29:4. Auch wenn das Team von Sandy und Rabia sich während dem Rest der Partie wieder rankämpfte und alle anderen Viertel holte reichte es am Ende nicht. Mit 81:69 ging das Spiel an die Roten. Die Mannschaft und vor allem die neuen Spielerinnen zeigten auf dem Parkett aber wie sehr sie sich innerhalb nur eines Jahres entwickelt haben und nun bleibt abzuwarten ob eine Meisterschaftsrunde ausgerichtet wird.

Nicht nur basketballerisch haben sich die Mädels entwickelt. In Sachen Teambuilding und Zusammenhalt sind sie auch eine Einheit geworden. Maßgeblich daran beteiligt ist auch Co-Trainerin Rabia, die bei fast jedem Training und jedem Spiel dabei war und die Mädels auch ins Herz geschlossen hat.

Meisterrunde oder nicht, auch so ist die Saison für das Team und den Verein ein Riesenerfolg.

One Team, Hellenen GO!