U14 Mädels mit starkem Auftritt in Nürnberg


Autoren: Sidney d'Almeida | Sandy Lorenz

Am vergangenen Sonntag testeten auch unsere U14 Hellgirls zum ersten Mal in dieser Saison. Unsere Bezirksoberligistinnen hatten sich beim Saisonauftaktturnier (SAT) in Nürnberg angemeldet, welche für Landesliga und Bayernliga Teams ausgeschrieben worden war. Coach Sandy nahm 17 Mädels mit zum Turnier. Um neun Uhr in Nürnberg angekommen mussten sie sechs Spiele bestreiten. Da es jedoch eine halbe Stunde später losging als angeschrieben, hatten sie genug Zeit sich vorzubereiten.

Als vermeintlicher Underdog in diesem Turnier war Sandys Ansage an ihre Mädels klar: "Ich habe den Mädels in der Kabine gesagt, dass wir hier sind um als Team zusammen zu wachsen, uns spielerisch kennenzulernen und um uns gegen starke Bayernligateams vorzubereiten für unsere Saison. Wir wollen natürlich immer gewinnen, aber wir haben keinen Stress und sind hier, um Fehler zu machen und daraus zu lernen." Dementsprechend befreit ging es in das erste Spiel (2x8 Minuten) gegen DJK Brose Bamberg. Die erste Partie ging mit ca 25 Punkten an die Franken.

"Das Team Bamberg war technisch super, größer und stärker als wir. Wir haben aber eine großartige Energie auf das Spielfeld gebracht, Mega Kampfgeist in der Defense. Zu keinem Zeitpunkt waren wir frustriert oder haben aufgegeben. Im Angriff waren wir zu zaghaft. Wir hingen noch zu oft fest und wussten nicht so richtig, was wir tun können. Die Anfänger haben ihre erste Spielzeit nach der ersten Halbzeit bekommen." zeigte sich Sandy anerkennend aber stolz nach der ersten Partie.

Danach ging es gegen die TS Jahn München. Die Hellgirls waren lange vorne, obgleich es die ganze Zeit ein enges Spiel war. Der Kampfgeist zog sich weiter durch. Es gingen aber zu viele Würfe und Korbleger nicht in den Korb. Das machte Jahn letztendlich besser und so verloren unsere U14 Mädels am Ende mit knappen vier Punkten.

Anschließend ging es nach einer kurzen Pause gegen die Gastgeberinnen aus Nürnberg. Das war das einzige Team, das körperlich auf Hellenen Niveau war. Die Nürnberger Spielerinnen waren flink, aber nicht aggressiv genug. So kam es immer wieder zu Ballgewinnen, die in Körbe umgemünzt wurden. Auch dieses Match wurde knapp, doch am Ende konnte man den ersten Sieg mit sechs Punkten Unterschied feiern.

Die Mädels merkten nun, dass sie noch Dritter werden können und gaben alles im Spiel gegen Etting. Deren Mädels waren sehr viel größer und kräftiger, jedoch war das Ballhandling der Hellgirls um einiges besser. Die Ettinger waren durch ihre Länge gut in der Verteidigung und konnten nach verpassten Würfen fast alle Rebounds sichern. "Das Thema Ausboxen, gerade bei größeren Gegenspielerinnen haben wir noch nicht so gut umgesetzt", war schlussendlich das Fazit von Sandy. Den Ettingern gelangen, drei, vier Rebounds mit anschließendem Abschluss, der dann irgendwann auch reinging. Das Pick-and-Roll Spiel, dass in den letzten zwei Wochen intensiv geübt wurde, war noch nicht effektiv und gelang kaum. Erste Ansätze waren jedoch zu sehen. Die Körpergröße der gegnerischen Mädels wurde unserer U14w zum Verhängnis und obwohl sogar eine Zehn-Punkte-Führung herausgespielt werden konnte verloren unsere Helleninnen schlussendlich mit zwei Punkten. Das war dann doch ziemlich bitter für alle.

Im letzten Spiel gegen Jena war bereits klar, dass man gegen den schwächsten Gegner sein letztes Spiel spielt. Jena ist gerade dabei, seine weibliche Jugend aufzubauen, um damit irgendwann auch an den Erfolgen der männlichen Abteilung anzuknüpfen. Die Mädels aus Jena waren nach Verletzungen nur noch zu siebt und auch deren Motivation ließ nach. Nach Absprache mit dem Coach durfte Sandy alle 17 Mädels im letzten Spiel einsetzen, sodass wirklich alle mindestens eine halbe Halbzeit auf dem Feld standen. Es wurde dann immer im Fünferblock gewechselt. Viele neuen Spielerinnen konnten zeigen, was sie in den letzten Wochen gelernt haben. Mit einem lockeren 18-Punkte-Sieg verabschiedete sich unsere Mannschaft aus dem Turnier. Am Ende wurde es Platz vier von sechs.

So traten die Hellgirls den Heimweg an mit der schönen Gewissheit, gut mit Bayernligateams mithalten zu können. Die Zugfahrt war laut, lustig und immer noch voller Energie, obwohl alle nun schon seit 12 Stunden unterwegs waren. Es wurden nicht nur gute und wichtige Basketballerfahrungen gesammelt, es war auch eine wichtige Fahrt für das Teambuilding.

One Team, Hellgirls GO!