Bögöz goes München - Der Besuch unserer rumänischen Freunde

 

Autoren: Sidney d'Almeida / Sandy Lorenz
Fotos: Steffi Lübker / Emese Bartha

 

Szeretjük Münchent! Das ist ungarisch für "wir lieben München".


Am 1. August war es endlich soweit für die Jungs und Mädels, sowie Coach Levi und seine Frau Mesi, unseres Bögözi Udvar Basketballvereins. Es ging zum ersten Mal nach München zu Besuch bei den Hellenen. Von Cluj aus flog man direkt nach München, wo Sandy, Miri und einige Hellenen-Basketballer inklusive Eltern auf unsere Gäste warteten.

Im Vorfeld musste natürlich ganz viel organisiert werden, denn neben dem Basketball sollten unsere Freunde auch die Stadt München kennenlernen. Somit plante unser Orga-Team neben einem dreitägigen Basketballcamp, welches von den Coaches Chris, Miri, Georgia, Sidney der Hellenen sowie Levi und seinem Sohn Huba geleitet werden sollte, auch Sightseeing und diverse andere Aktivitäten.

Bei strahlendem Sonnenschein am Dienstag landete die junge Reisegruppe endlich am Franz-Josef-Strauss Flughafen in München und wurde von den Hellenenkids in Empfang genommen. Für einige von Ihnen war es der erste Flug überhaupt. In Bögöz gibt es keinen Flughafen, geschweige denn eine S-Bahn oder U-Bahn. Daher war es für die Kids etwas ganz neues in den „roten Partywurm“ Richtung Innenstadt zu fahren. Um 20 Uhr ging es zunächst zum Meet-and-Greet in die Basketballhalle, wo die Coaches vom Camp anwesend waren. Erschöpft von einigen Reisestrapazen (es fehlte kurz vor dem Flug ein Ticket) ging es jedoch schon bald zu den Münchnern nach Hause, die sich freuten ihre rumänischen Freunde bei sich beherbergen zu dürfen. Schließlich hatte man sich seit fast einem Jahr nicht mehr gesehen.


Mittwoch morgen gab es auch gleich den Auftakt zum ersten Hellenen-Benefiz-Basketballcamp. Um 08:30 Uhr trafen sich die Coaches und besprachen die letzten Details des Camps, dass in Form von Stationstrainings ablaufen sollte.Um halb 10 standen auch schon die ersten Teilnehmer in der Halle. Am ersten Tag waren 45 Kinder der Hellenen, Münchner und Bögözi aber auch dabei. Nach einem kurzen Warmup ging es los mit den sieben Stationen, an denen sich die Kids austoben konnten. Um 12:30 Uhr traf man sich zum gemeinsamen Mittagessen, bei dem alle Kids demonstrierten, wie man Spaghetti NICHT isst. Nach einer kurzen Verdauungspause wurde bis 15 Uhr wieder an den Stationen geackert. Danach leitete Georgia eine Defense-Einheit mit allen Kids, bevor man sich bei einem kleinen 3on3-Turnier beweisen konnte. Um 17 Uhr war dann Feierabend, jedoch nicht für unsere vor Energie strotzenden Gäste. Begleitet von einigen Hellenen gingen knapp 25 Kids mit in den Englischen Garten, wo man den Tag mit Frisbee und Fußballspielen ausklingen ließ.

Donnerstag war der zweite Camptag, der ähnlich spaßig war wie der erste Tag. Unsere rumänischen Freunde hatten wohl das schöne Wetter mitgebracht, denn trotz Gewitteransage blieb es angenehm warm und fast wolkenlos, sodass am Abend am Flaucher gegrillt werden konnte. Mit Würstchen, Kartoffel- und Krautsalat und griechischem Pitabrot gab es genug für alle.

Auf den letzten Camptag freute man sich besonders. Nach einigem Warmup und Aufteilung der Teilnehmer in verschiedene Team, traten die Kids in einem Turnier gegeneinander an. Hier ließen vor allem auch die Bögözer ihr Können aufblitzen. Abgerundet wurde das Camp mit einem Allstar-Game gegen die Coaches. Es gewannen natürlich... die Coaches. Ein Mittagessen später und es ging zum 2 1/2 stündigen Sightseeing im Doppeldeckerbus. Das ausgiebige Camp in brühender Hitze machte natürlich müde und so geschah es, dass der ein oder andere die gesamte Fahrt verschlief. Die anderen fotografierten begeistert das Siegestor, die BMW-Welt und Europas meist frequentierten Mc Donalds am Stachus. Um 18 Uhr war ein weiteres Highlight für unsere Gäste geplant. Geleitet von Herren 1-Headcoach Christos Dictapanidis gab es eine Coach-the-Coach Session, bei denen der Trainer alle Grundlagen erklärte und seine Philosophie für alle verständlich machte. Das war für alle anwesenden Übungsleiter eine lehrreiche Erfahrung.

 

Der Samstag war wieder ruhiger für uns alle. Um 11 ging es zum Brunchen an die Isar, bevor wir uns um kurz nach 14 Uhr auf den Weg zum deutschen Museum machten. Zwar konnte man nicht viel sehen, doch die offenen Ausstellungsräume waren dennoch interessant und die Interaktivität begeisterte nicht nur die Bögözis. Nach einer kurzen Pause ging es in den Olympiapark, wo ein weiteres Highlight wartete: das Open Air Kino am Olympiasee. Mit Pizza im Gepäck und Wonderwoman auf der Leinwand nahmen alle Platz. Genau zu dem Zeitpunkt schien uns das Glück mit dem Wetter zu verlassen, denn ein Gewitter entlud sich über unsere Köpfe und zwang uns zum Aufbruch vor Filmende. Etwas enttäuscht gingen wir dann zurück zur U-Bahn, wo wir uns von unseren Gästen verabschiedeten. Am Sonntag flogen alle glücklich und erfüllt wieder heim nach Transsilvanien. Fruzsina postete sogar unmittelbar nach ihrer Ankunft wie sehr sie München vermisst.

Wir werden uns allerdings bald wiedersehen. Am 2. September geht es für unsere Münchner Basketballer nach Rumänien zum jährlichen Basketball Leben Camp! Wir freuen uns schon riesig.


ONE TEAM, HELLENEN GO!