Vorschau: OSB Hellenen vs. Oberhaching Tropics


Die Premierensaison der OSB Hellenen in der ersten Regionalliga diente vor allem dazu, Erfahrung und Wissen zu sammeln, die notwendig sind um die Richtung zu bestimmen, die zur Weiterentwicklung des Vereins in naher Zukunft verhelfen sollen.

Der ehrgeizige Vorstand um den Vorsitzenden Konstantin Kirsch hat in Übereinstimmung mit den Ideen für die Zukunft, einige personelle Veränderungen vorgenommen. Eine davon war es, unseren neuen Cheftrainer Misel Lazarevic zu verpflichten und zusammen mit ihm Spieler zu holen, die Leistung auch von der Bank bringen können. Das Fehlen dieser wichtigen Tiefe des Kaders hat dem Team in der letzten Saison ein paar wichtige Siege gekostet. Für jede Anpassung braucht es Zeit. Allerdings wird unseren Hellenen der Faktor Zeit, der wichtig zum Einspielen ist, beim ungewöhnlich frühen Beginn der Saison dieses Jahr nicht geschenkt. Genauso wird es bereits schwer, gegen die starken Aufstellungen der kommenden Gegner zu spielen.

Der erste Prüfstein unserer OSB Hellenen am kommenden Samstag ist kein geringerer als die zweitplatzierte Mannschaft der letztjährigen Spielzeit. Alle Teams erinnern sich sicherlich an das spektakuläre Ende der letzten Saison, bei der die TSV Oberhaching Tropics im letzten Spiel den praktisch gewonnenen Titel aus der Hand gaben. Das Management-Team der Tropics konnte im vergangenen Jahr ein Kader mit Potenzial zusammenstellen, der problemlos in der PRO B hätte spielen können. Im Hinblick auf die Qualität der Akteure, sind gute Spiele keine große Überraschung. Spieler wie John Boyer, Moritz Wohlers, Miljan Grujic sprechen für sich.

Die Stärke von TSV Oberhaching liegt jedoch bei Spielern wie Chris Hustert, Janosch Kögler und Ognjen Zoric, die ihre Backup-Rollen im Team längst angenommen haben. Angesicht der Tatsache, dass das Team praktisch keine wesentlichen Veränderungen hatte - bis auf den Abgang von Peter Zeis zum VfL Treuchtlingen - ist zu erwarten, dass das Team aus dem Münchner Süden auch in diesem Jahr eine wichtige Rolle im Titelkampf spielen wird.

Auch unsere Spieler und der Coach unserer OSB Hellenen sind sich der Qualität des Gegners bewusst und dementsprechend zollt man dem Gegner Respekt. Auf der anderen Seite gibt es keinen Grund zur Angst. Im Sport ist es bekannt, dass die hohe Qualität auf dem Papier, nicht immer leicht auf das Feld übertragen werden kann. In Bezug auf die zwischenzeitlich entstandene Rivalität zwischen beiden Vereinen und die Tatsache, dass der BC Hellenen in kurzer Zeit zu einem Verein mit Gewicht auf der semiprofessionellen Basketball-Ebene von München herangewachsen ist, wird dieses Duell David gegen Goliath für alle Beteiligten in der ersten Regionalliga interessant werden. 

Trainer Misel Lazarevic sagt dazu: "Ich freue mich darauf, wieder Leute zu treffen, mit denen ich zusammengearbeitet habe. Zusammen mit den ehemaligen Trainern, die vor mir im Club gearbeitet haben, ist der TSV Oberhaching Tropics im Sportaspekt auf das Niveau gekommen, auf dem sie heute sind. Natürlich macht es mich nicht glücklich, dass ich nach einer tollen Zusammenarbeit und den sportlichen Voraussetzungen damals, meinen ehemaligen Verein nach fünf Jahren wieder in der ersten Regionalliga treffe. Mittelfristig wird von mir bei den Hellenen erwartet, dass ich etwas Ähnliches aufbaue wie damals bei TSV Oberhaching. Im Hinblick auf die kommende Partie ist es eine Tatsache, dass wir im Moment gezwungen sind, einige Zeit ohne sehr wichtige Spieler anzutreten, in erster Linie ohne J.J. Lippert. Es ist sicher, dass dies keinem Trainer Freude macht. Auf der anderen Seite haben wir auch unsere Gründe für Optimismus. Die Motivation unserer anderen Spieler in der Vorbereitung und in den Freundschaftsspielen, ist etwas, was mich vor diesem Spiel optimistisch macht. In jedem Fall wird es für alle Spieler auf dem Feld und für die Zuschauer auf der Tribüne sehr interessant sein."

Tip Off im Hellenen Dome ist Samstag um 20 Uhr.

One Team, Hellenen GO!